Flachwitz

What’s the difference between Lewis Hamilton and David Beckham?

Lewis Hamilton will still have a McLaren in the morning 🙂

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Warum haben Blondinen immer einen Walkman auf?

weil sie da eine Kasette drin haben auf der in einer Endlosschleife “atmen, atmen, atmen…” laueft.

Zugegeben, dass ist ein ziemlich oller Blondinenwitz aber ich hatte heute eine Fahrstunde und dabei das Gefuehl als ob ich einen kleinen Mann im Kopf haette der die ganze Zeit “left, left, left” sagt. Vorweg: es ist gut gegangen, ich habe nur ein einziges Mal den Bordstein beruehrt und nur ein einziges Mal eine Kurve ein wenig geschnitten.

Bei BP gibt es eine “Driving Safety Standard” in dem u.a. festgelegt ist ueber welche Sicherheitsvorrichtungen ein Auto verfuegen muss um fuer dienstliche Fahrten eingesetzt zu werden und das jeder Fahrer ein Fahrertraining benoetigt bevor er dienstlich unterwegs sein darf. Also habe ich heute einen Dienstwagen (Typ: “Schlachtschiff” – Ford Mondeo) und einen ehemaligen Polizisten als “driving instructor” bekommen. Als der Typ gehoert hat, dass das erst meine zweite Fahrt auf der linken Seite ist konnte man leichte Panik in seinem Gesicht erkennen.  Er hat mir dann erstmal 45 Minuten lang die englischen Verkehrszeichen, Speedlimits und besonderheiten erklaert. Einige fuer mich neue Beispiele:

  • man blinkt bereits vor dem Kreisverkehr und zeigt damit an, in welche Richtung man spaeter ausfahren moechte. Wenn man also z. B. nach rechts weg moechte (Kreisverkehre werden hier im Uhrzeigersinn gefahren) blinkt man vor dem Kreisverkehr rechts, laesst dann -wie in Deutschland- den Leuten im Kreisverkehr die Vorfahrt, faehrt bis zur Ausfahrt und blinkt dort dann links um aus dem Kreisverkehr auszufahren (in Deutschland gaebe es fuer diese Variante ein Bussgeld)
  • Speedlimit sind 70 Meilen/h auf doppelspurigen Landstrassen und Autobahnen, 60 auf einspurigen Landstrassen.
  • Auf Strassen mit Laternen (also innerorts) gelten 30 mph wenn nicht anders angegeben; Laternen sind in Kurven immer aussen (wenn nicht auf beiden Seiten vorhanden)
  • Als Abstandsregel gilt in England nicht “halber Tacho”, sondern 2 sek. Abstand, egal wo, egal wie schnell.
  • Die Countys bilden Anwohner im Umgang mit der Laserpistole aus, die dann in ihren Orten Geschwindigkeitskontrollen ausueben duerfen. Geraet man innerhlab von zwei Jahren in zwei solche Kontrollen und ist zu schnell werden 60£ und 3 Punkte faellig
  • auf Autobahnen gibt es “average speed cameras”, dabei werden die Autos an einer Stelle erfasst und dann einige Meilen weiter nochmal. Wenn die Durchschnittsgeschwindigkeit ueber der erlaubten Geschwindigkeit ist gibt es Punkte, die Momentangeschwindigkeit an der Kamera ist aber egal und darf ruhig ueber dem Speedlimit liegen.
  • DER HAMMER: Wenn die Scheibenwaschanlage in einer Polizeikontrolle leer ist muss man 60£ zahlen und bekommt 3 Punkte (das ist dasselbe wie fuer zu schnelles fahren!)

Anschliessend haben wir uns dann ins Auto gesetzt und sind durch die Gegend gefahren. Wenn ich gewusst haette, dass man so schnell in die “countrysite” kommt und wie schoen es da ist haette ich das wohl frueher schonmal gemacht.

Nachdem ich eine Stunde gefahren bin hat der Instruktor das Steuer uebernommen um mir noch weitere Tipps zu geben und zu zeigen wie man richtig faehrt, ausserdem hat er eine kleine Sightseeingtour  mit mir gemacht:

  • Das Trainingsgelaende von Chelsea. Vor uns fuhr dann auch ein Rangerover mit riesigen verchromten Felgen, leider konnte ich aber nicht sehen welcher Spieler das war.
  • der laengste Stau den ich je auf einer Landstrasse gesehen habe. Ich glaube ja, dass die Leute 3 Stunden gebraucht haben um da wieder rauszukommen. Die Polizei faehrt dann uebrigens mit hoher Geschwindigkeit auf der Gegenfahrbahn, egal ob die Strasse kurvig und huegelig ist. Ich habe uns schon an deren Stossstange kleben sehen (Gott sei Dank bin ich da nicht gefahren)
  • Die Fabrik von McLaren
  • schoene Landschaften und Herrenhaueser

anschliessend war ich dann wieder dran und er hat mir gesagt, dass ich gut und sicher gefahren bin. Was will man mehr?

Wenn man ueber zwei Stunden im Auto sitzt macht man natuerlich auch ein bisschen smalltalk und da ist heute etwas wirklich komisches passiert: Wenn mich jemand fragt wo ich herkomme sage ich meistens schon dazu, dass BS in der Naehe von “West-Peine” liegt weil ich gar nicht davon ausgehe, dass die Leute Braunschweig kennen. Diesmal war das anders. Er ist Mitglied in einem Wanderverein, der vor zwei Jahren bereits in Braunschweig war und in zwei Wochen wieder zum Weihnachtsmarkt, einer Brockenwanderung und einem Besuch der Autostadt nach BS faehrt. Die Welt ist klein…


Noch ein kleiner Hinweis:Die Deutsche Welle hat die besten Blogs des Jahres geehrt. In der Kategorie “Best Weblog German” hat dabei http://www.behindertenparkplatz.de/ gewonnen. Das ist der Blog von Christiane, die zu der Gruppe gehoert mit denen ich mich hier regelmaessig treffe. Da sie Journalistin ist sind die Beitraege natuerlich von hoeherer Qualitaet als das was ich hier so verzapfe :)  Guckt es euch einfach mal an!

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Heimaturlaub

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“pub culture” und polnisches Barbecue

Dieser Beitrag wirft irgendwie ein falsches Bild auf mich 🙂 Ich hänge nicht nur in Kneipen rum!

Letzten Donnerstag war ich mit meinen Kollegen bei einer Quiz-Night im Pub. Leider war ich mit meinem beschraenkten Wissen über englische Soapstars (immerhin konnte ich Kylie Minogue und Jason Donavan identifizieren – aber die sind ja auch Australier) und Sprichwörter wohl keine wirklich große Hilfe für mein Team. Es lag aber sicherlich nicht nur daran, dass wir den “wooden spoon” gewonnen haben. Danach habe ich dann allerdings noch einen Kapitalen Fehler gemacht: Ich wollte auf der rechten Seite des Autos einsteigen…

Am Samstag habe ich mir dann mit einigen im Pub das Spiel Arsenal-ManU angeguckt, das Spitzenspiel dieses Spieltages. Mit C. Ronaldo, van der Saar, Rooney, Rosicky etc. war es auch ziemlih hochkarätig besetzt. In dem Pub waren Fans von mindestens 4 verschiedenen Mannschaften (wir waren in Fulham, 400m vom Stadion entfernt in dem Fulham gegen Reading gespielt hat) aber alle Vorurteile, dass Englische Fussballfans gewalttätig sein kann ich nicht bestätigen. Das Spiel ist übrigens 2-2 ausgegangen und direkt nach dem Abpfiff war der Pub leer, anschließend feiern kennen die hier wohl nicht. Wir haben uns dann am Fluß noch eine große Ruderregatta angeguckt um anschließend ein Rugbyspiel im Pub anzugucken. Dabei musste ich leider lernen, dass es verschiedene Versionen von Rugby gibt und meine mühsam erlernten Dinge aus den letzten Wochen bei dieser Version alle nicht galten.

Sonntag morgen war ich in der Stadt, bei herrlichem (fast) T-Shirt Wetter!

Abends haben wir dann hier gegrillt. Ich muss dazu sagen, dass ich mir das Haus seit letzter Woche mit 5 Polen teile, von denen leider nur 2 so richtig englisch sprechen. Auf jeden Fall gab es echte Krakauer (sehr lecker) und da jede Mange andere Leute zu Besuch kamen auch einige interessante Gespräche.

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Früher war mehr Lametta!

Warum kann nicht jedes Wochenende um eine Stunde verlängert werden?

Am Sonntag war ich dann mit Karin zum Frühstück beim deutschen Bäcker. Das Brot dort ist sicherlich nicht günstig aber was man dort für £2,80 bekommt ist schon beachtlich:

  1. Ein Getränk nach Wahl (Kaffee, Tee, Cappuccino etc.)
  2. Zwei Brötchenhälften (normal, Sesam, Mohn) belegt mit Wurst, Käse oder Marmelade
  3. Ein “Premium (Schokocroissant, Rosinenschnecke, Apfelstrudel)
  4. Ein “Special”, da lässt sich der Bäcker jede Woche was neues einfallen. Dieses Mal gab es einen “Scheiterhaufen” (leider hatte ich keine Kamera dabei), das ist wohl eine Spezialität aus Österreich.

Alles in allem ein mehr als fairer Preis für London.

Anschließend waren wir im Natural History Museum und haben uns die Dinosaurierskelette, ein lebensgroßes Modell eines Blauwals und ein wenig kleinere aber lebendige Tiere angeguckt.

Dann kam mein persönliches Highlight: Harrods! Als Kaufhaus finde ich das eher langweilig (das KaDeWe ist auf jeden Fall besser) aber zuerst habe ich Simon Cowell gesehen (der englische Dieter Bohlen), danach noch einen anderen Schauspieler dessen Name ich nicht kenne (er hat auf jeden Fall in Deep Space Nine mitgespielt und ich bin nicht sicher ob nicht auch in Herr der Ringe) aber hier in London scheint sowas keinen zu interessieren.

Und dann kam das echte Highlight des Tages.

1.Akt

man stelle sich vor man stehe in der Weihnachtsabteilung von Harrods und guckt sich gerade Weihnachtsbaumkugeln für £30 das Stück an. Die Abteilung ist voller Leute, u.a. mit einem Pärchen; Er: 60 Jahre, graue Haare, sehr gepflegt; Sie: sieht aus wie 40, ist wahrscheinlich aber jünger, aufgespritzte Lippen, massenhaft Schminke und Sonnenstudiobraune Haut. Dazu dann noch ein ziemlich junger Verkäufer an der Kasse.

Sie: Was kostet das da? (zeigt auf Tannenzweige mit Kugeln und anderen Accescoires an der Decke)
Verkäufer: Madame, das ist unsere Deko!
Sie: und was kostet die?
Verkäufer: Das weiß ich nicht, die verkaufen wir eigentlich nicht.
Sie: Ich möchte zwei Stück davon haben.
Verkäufer: Ich erkundige mich…
2. Akt

Sie ist irgendwo im Kaufhausgewirr verlorengegangen. Er kennt das wohl schon und schlendert durch die Gegend. Plötzlich steht vor ihm ein ca. 3m hoher Tannenbaum behängt mit allerlei Kugeln (auch die für £30).

Er geht zum Verkäufer …
Vorhang, Ende der Vorstellung.


Für alle die sich mit Loriot nicht so auskennen: Die Überschrift ist ein Zitat aus dem Loriot-Sketch: “Weihnachten bei Hoppenstedts” mit Evelyn Hamann, die heute gestorben ist.

ein Link in eigener Sache 🙂 www.sueddeutsche.de/sixpack

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