Englaender im Auto -> geht gar nicht

An andere Stelle hatte ich ja schonmal beschrieben wie Englander ihre Hoeflichkeit verlieren wenn es darum geht in einen Zug einzusteigen. 

Heute geht es ums Autofahren:

Die Hauptbedeutung der Lichthupe ist hier eine andere als in Deutschland, man nutzt sie hauptsaechlich um anderen zu signalisieren, dass man sie durchlaesst. Die Benutzung als “Draenglerwerkzeug” ist hier unbekannt. Das haette hier aber auch gar keinen Sinn, da alle 500m ein Blitzer steht und der Verkehr eh so dicht ist (wenn er denn ueberhaupt fliesst), dass man kaum draengeln kann. Hinzukommt das -laecherlich geringe- Tempolimit und die Tatsache, dass selbst Landstrassen so eng sind das man immer damit rechnen muss den Gegenverkehr auf der eigenen Seite zu haben und/oder die (Alu)felgen bekanntschaft mit dem Bordstein oder Bankett machen.

Das schlimmste ist aber, dass die Englaender bzw. Londoner wirklich alles was einen zivilisierten Menschen ausmacht von sich werfen sobald sie im Auto sitzen.

  • Reissverschlussverfahren? kennt man hier nicht.
  • Blinker? wozu braucht man den?
  • Licht? ach, man muss den Schalter in die zweite Stellung bringen? ist doch nicht meine Schuld wenn der andere mich nicht sieht.

An Autobahnausfahrten faehrt man bis vorne vor und zieht dann unvermitelt in die Abbiegespur. Wenn sich der Verkehr auf zwei Spuren staut und man auf die ander will zieht man einfach rueber ohne zu gucken, der andere wird einen schon reinlassen. Wenn sich an einer Ampel der Verkehr an der Geradeausspur staut faehrt man halt auf der Abbiegespur bis zur Ampel um dann einfach -natuerlich ohne zu gucken- geradeaus weiterzufahren.

ERGAENZUNG (zu meiner eigenen Fahrweise):

“Die größte Schwierigkeit ist aber das Sitzen auf der rechten Seite. Man hat kein „Gefühl“ mehr für das Fahrzeug. Statistiken belegen, dass die linke vordere Fahrzeugecke besonders gefährdet ist. Als geübter Fahrer im Rechtsverkehr sitzt man leicht links der Fahrspurmitte. So hält man geübten Abstand zum Fahrbahnrand (parkende Autos, Fußgänger, Mülltonnen). Im Linksverkehr führt dies dazu, dass man den Fahrbahnrand – nun auf der linken Seite – zu nah kommt. Dieses passiert fast unbemerkt. ” Quelle

Das erklaert zumindest die defekte Felge 🙂

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ick kann warte…ick warte…

ich freue mich auf Januar, nicht auf Weihnachten

solange vertreibe ich mir die Zeit mit dem Maulwurf (das erklaert auch die Ueberschrift bevor wieder jemand behauptet ich haette schon verlernt deutsch zu schreiben

[youtube oPyMvvFEa1w]

tschuessn!

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12+1 Tage Deutschland

eigentlich haette es heute wieder zurueck nach England gehen sollen.  Wir haben sogar puenktlich Schluss gemacht und mir blieb etwas Zeit um Duesseldorf anzugucken.  Dumm nur, dass dann waehrend meiner Stadtbesichtigung auf dem Blackberry ankam: “Your Flight has been cancelled please contact BA”

Nun sitze ich also auf Kosten von British Airways im Flughafenhotel und fliege morgen um 12:30 zurueck (hoffentlich) .

Die letzten zwei Wochen waren echt superinteressant. Ich habe einiges ueber Raffinerien gelernt, habe in einem super Team gearbeitet. Allerdings hat es mir aber auch gezeigt, dass es die richtige Entscheidung war Deutschland zu verlassen.

Das Hotel in Lingen hatte zwei Restaurants, eines mit gehobener Kueche und eines mit deutscher Kueche. In Ersterem gab es unter anderem das hier:

Leider war das in meinem Spesenbudget nicht drin.  Im zweitgennanten gab es zum Missfallen meiner Kollegen kein Gericht mit Sauerkraut und auch in der Stadt liess sich kein Sauerkraut auftreiben also habe ich beim Hoteldirektor nach einem Menu mit Sauerkraut fuer uns alle gefragt.  Danach war ich der Held fuer meine Kollegen und der Koch durfte sich Applaus abholen (so wie man es in Hollywoodfilmen manchmal sieht 🙂 )

Morgen gehst es dann also nochmal zurueck nach London und in zwei Wochen dann zurueck nach Deutschland…

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Murphy’s law

Eigentlich war das heute eine total einfache Sache, sozusagen “ein todsicheres Ding”. Ich wollte um 13:15 mit einer Maschine von British Airways “Lummerland” verlassen und nach Duesseldorf fliegen, dort einen Mietwagen abholen und mit dem dann nach Lingen fahren, weil ich in der dortigen Raffinerie zwei Wochen arbeiten werde.

Eigentlich…

Ich habe also um 11:00 das Haus verlassen. Der erste Bus kam relativ zuegig, die Bahn war leider 5 Minuten zu spaet, der zweite Bus aber Gott sei Dank auch, so war ich dann um 11:50 in Heathrow am Busterminal, von da aus braucht man dann noch 5-10 Minuten bis zum Check-in Automaten und dann nochmal 10 Minuten um das Gepaeck am Schalter aufzugeben. Dann darf man sich in eine(!) Shlange stellen mit allen Leuten die von Terminal 1 aus internationale Fluege gebucht haben. Heute war es da so voll, dass die Schlange sich schon bis vor den Eingangsbereich staute. Die Zeit verging…
Irgendwann wird diese Schlange dann in drei Schlangen aufgeteilt fuer die Durchleuchtung des Gepaecks. Wie das immer so ist hatte ich natuerlich das Gleuck in der Schlange zu landen wo
a) gerade Schichtwechsel war
b) eine Azubine an den Scanner gesetzt wurde der immer schoen erlautert wurde was sie da gerade sieht und warum das welche Farbe hat
c) jeder die Schuhe ausziehen musste (an den anderen Schlangen musste das keiner)

Als ich endlich den Sicherheitsbereich verlassen durfte (Schuhe in der Hand, ohne Guertel) war es 13:03 (wir erinnern uns: Abflugzeit 13:15) Also habe ich mir schnell meine Schuhe angezogen und bin losgesprintet. Zur Verdeutlichung Heathrow ist so gross wie die Innenstadt von Braunschweig, mein Flug war selbstverstaendlich am hintersten Gate und auf den LCD-Anzeigen war mein Flug der oberste und es stand bereits in rot dahinter “Flight is closing), daneben stand “time to Gate 41-56: 15 minutes”.
Da ich seit meinem Halbmarathon quasi keiner sportlichen Betaetigung mehr nachgehe war bei mir nach den ersten 500m und den ersten drei umgelaufenen Menschen die Luft weg. Gerade in dem Moment schallte dann aber aus den Lautsprechern “Mr. Gruening flying to Dusseldorf please go IMMEDIATELY to Gate 41” also Zaehne zusammenbeissen und weiterlaufen…

Ich war dann tatsaechlich um 13:12 am Gate und der Kerl von der Flughafengesellschaft war glaub ich ziemlich froh mich zu sehen. Schleisslich haette er sonst in den Frachtraum klettern muessen um mein Gepack zu suchen und wieder auszuladen. Ich war einfach nur fertig und warscheinlich auch Kreidebleich.
Ob es nun an mir lag weiss ich nicht aber wir haben dann noch 25 Minuten auf dem Flughafen rumgestanden und sind letztendlich mit einer ordentlichen Verspaetung gestartet. Wie ferig ich wa hat man mir wohl angesehen, die Stewardess hat mir auf jeden Fall noch am Boden was zu trinken gebracht.

Der Duesseldorfer Flughafen ist genauso chaotisch wie die Londoner. Hier treffen sich sogar abfliegende und ankommende Fluggaeste im Sicherheitsbereich, sowas habe ich vorher noch nie gesehen.
Mein Gepaeck kam natuerlich mit als letztes auf das Band (dabei hatte ich mir extra einen Platz vorne im Flugzeug reserviert um moeglichst schnell rauszukommen) und am Mietwagenschalter wusste man erstmal nichts von meiner Reservierung 🙁

Irgendwann habe ich dann doch noch ein Auto bekommen mit dem ich mich ins “Abenteuer Ruhrgebiet” stuerzen konnte. Alleine und nur mit einem ollen Kartenausdruck bewaffnet war das aber irgendwie nicht so einfach. Hinzukam, dass Hertz in die Papiere als Rueckgabeort nur “Lingen Stadt” ohne Strassenangabe geschrieben hatte und ich mir das etwas blauaeugig auch nicht aufgeschrieben hatte. Leider wusste aber auch an den Tankstellen in Lingen (gibt es hier eigentlich kein ARAL?) niemand wo die Autovermietung ist, sodass ich hier noch ne knappe Stunde durch die Stadt gefahren bin bevor ich dann als letzter ins Hotel gekommen bin.
Das Hotel heisst “H. am Wasserfall”, sie koennten es aber auch “Hotel am KKW” nennen. Ich gucke aber Gott sei Dank in die andere Richtung…

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Design zerschossen :(

Mist, irgendwie habe ich das Design zerstoert und kriegs auch gerade nicht wieder hin also gibt es jetzt erstmal uebergangsweise ein anderes Layout.

Aber es kommt ja sowieso vorwiegend auf die Inhalte an, nicht?

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